Filmtest Fuji NHGII-800 gegen Kodak ProGold400 und Kodak Portra VC

A) Farbwiedergabe

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Fuji NHGII-800 with Pentax 67 f=165mm

ProGold_m.jpg (63644 Byte)
Kodak Pro Gold 400 GPY with Pentax 67 f=165mm

PortraVC_m.jpg (95344 Byte)
Kodak Portra VC 400  with Pentax 67 f=165mm

Im Juni 2000 haben wir in Namibia am Anfang unseres Astrourlaub 3 Farbnegativfilme getestet um den optimalen Film für unsere Aufnahmen zu finden. Leider entwickelten wir die Aufnahmen zu lange (Faktor 2 in der Erstentwicklung), fanden dabei allerdings heraus, daß man die Filme ohne Probleme so stark pushen kann. Nachfolgend ermittelten wir allerdings für den Fuji einen optimalen Push mit Faktor 1.5-1.7.

Oben können Sie das Ergebnis betrachten (als Rohscan mit einem Agfa Duoscan T2500 von Michael Breite ohne weitere Bildbearbeitung). Der Fuji hat im Vergleich zum ProGold (gibt es nicht mehr) eine geringfügig schlechtere Rotwiedergabe. Allerdings ist er klarer Sieger bei der Empfindlichkeit (die Belichtungszeit war 1/2 so lang wie beim ProGold) und bringt den gelben Nebel um Antares bei weitem konstrastreicher. Der Kodak Portra ist eine Katastrophe.  Spätere Aufnahmen zeigten, daß er nicht einmal den Lagunennebel rot darstellen kann. Wir wissen nicht genau, woher dieses schlechte Ergebnis kommt, da Trockentests von Peter Riepe mit verschiedenfarbigen LED's eigentlich eine recht gute Rotempfindlichkeit prognostizierten.

B) Auflösung, Filmkorn

nhgii_d.jpg (60639 Byte)
Fuji NHGII-800 in voller Scanauflösung (2500 dpi)

ProGold_D.jpg (48105 Byte)
Kodak ProGold in voller Scanauflösung (2500 dpi)

PortraVC_D.jpg (55277 Byte)
Kodak Portra VC in voller Scanauflösung (2500 dpi)

Schauen wir uns nun mal das Filmkorn an. Es sieht zunächst so aus, als ob der ProGold den anderen Filmen etwas überlegen wäre. Allerdings zeigt der NHGII das bessere Auflösungsvermögen, was man insbesondere am Kugelsternhaufen sehen kann. Hier sieht man übrigens einen weiteren Nachteil am ProGold, seinen Magentastich (erkennbar am hellen Stern rechts oben).

Wir sehen im Fuji NHGII-800 einen idealen Film für den dunklen Himmel Namibias. Wie z.B. Tests von Philip Perkins und anderen gezeigt haben, bewirkt die ausgezeichnete Grün- und Gelbempfindlichkeit des NHGII-800 bei schlechterem Himmel, daß der Film sehr schnell zuläuft und hier seine Stärken nicht so gut ausspielen kann.

Scorpion_s.JPG (7728 Byte)
hier wurden die obigen 3 Aufnahmen in PictureWindows von Christian Fuchs zu einem Bild kombiniert und bearbeitet.

 

Nachfolgend noch ein herzliches Dankeschön an Michael Breite für die Scans mit seinem Agfa Duoscan T2500.